Trends im Content Marketing

Laut der Basisstudie des Content Marketing Forums (CMF) investieren deutsche, österreichische und schweizerische Unternehmen jährlich über acht Milliarden Euro in die inhaltsgetriebene Kommunikation – Tendenz steigend.

 „Gleichzeitig erlebt Content Marketing auch eine anhaltend rasante inhaltliche, technische und organisatorische Weiterentwicklung“, halten die Autoren weiterhin fest und prognostizieren einen zunehmend großen Einfluss des Themas auf die Arbeit von Kommunikations- und Marketingexperten. Im Folgenden finden Sie einige der Trends, die das CMF für 2019 sieht.

Glaubwürdigkeit durch Haltung

Eine US-Studie unter 1.000 Internet-Usern hat herausgefunden, dass zwei Drittel der Befragten erwarten, dass ein Unternehmen Stellung zu politischen oder gesellschaftlichen Themen bezieht. Vor allem die sozialen Medien bieten Politikern, CEOs und Unternehmenssprechern eine Bühne, diese Haltung zu zeigen und damit – wenn sie es richtig anstellen – ihre Glaubwürdigkeit zu steigern.

Digitalisierung begleiten

Vor allem in Deutschland ist die digitale Transformation in vielen Unternehmen noch eine Baustelle. Lediglich 52 von 100 Punkten erreichen die hiesigen Firmen im Digitalisierungsindex der Deutschen Telekom. Der digitale Wandel erfordert eine durchgängige Kommunikation, damit alle Mitarbeiter eines Unternehmens auf demselben Stand bleiben. Die modernen Tools des Content Marketings – Video, Podcasts, soziale Medien – werden diese Kommunikation prägen.

Content Marketing für die Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind auch abseits der Digitalisierungsfrage eine, wenn nicht die entscheidende Zielgruppe eines Unternehmens. Ihre Identifikation mit dem Arbeitgeber hat Einfluss auf die Produktivität und wirkt auch nach außen als Multiplikator. Daher wird das Content Marketing in der gesamten internen Kommunikation an Bedeutung gewinnen. „Die Schlüsselelemente sind Information und Kommunikation. Um dabei erfolgreich zu sein, bedarf es einer strategischen Vorgehensweise, wie sie im Content Marketing angewendet wird“, heißt es dazu in den Trends des CMF.

Geschichten erzählen

Das neudeutsche Storytelling ist heute Mittel der Wahl, unternehmensrelevante Themen in die Zielgruppen zu bringen. Das Geschieht crossmedial in Blogs, auf sozialen Plattformen und in Kunden- oder Mitarbeitermagazinen (siehe auch Corporate Publishing). Der Grund für den Erfolg des Storytellings resultiert aus der kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne, wie das CMF erklärt: „Durch Geschichtenerzählen erklären sich Menschen die Welt. Wer also das Handwerk des Storytelling beherrscht, wird sich in Zukunft einen Relevanzvorsprung beim Publikum erarbeiten, dessen Empathie gewinnen und einen Glaubwürdigkeitszuwachs erzielen.“

Recruiting mit Hilfe von Content Marketing

Nach Ansicht des CMF verlaufen Customer Journey und Candidate Journey analog zueinander. Datengetriebenes HR-Marketing wird somit auch bei der Bewerbersuche eine große Unterstützung sein, die richtigen Kandidaten anzusprechen. „Das reicht vom einfachen Retargeting zur Erhöhung der Bewerbungsraten über programmatisches Ausspielen von Unternehmens-Content auf Basis von Userdaten – analog zu klassischen Programmatic-Kampagnen – bis hin zur Cross-Device-Campaign“, so die Autoren des CMF. Auch hier greift wieder das Storytelling, denn die Geschichte über das Unternehmen wird über alle Kanäle konsistent erzählt.

Content Marketing von Unternehmen für Unternehmen

Der Vorteil des Content Marketings, mit Hilfe von Geschichten Produkte und Dienstleistungen verständlich erklären zu können, macht sich mehr denn je auch im B2B bemerkbar. Gerade dort werden sich klassische Geschäftsmodelle wandeln. „Umso mehr setzen Unternehmen auf Content Marketing entlang der gesamten Customer Journey, vom Schaffen erster Awareness über die Orientierungsphase bis hin zur Kundenbindung“, erkennt der CMF. Wie im B2C sei auch hier eine emotionale Ansprache der Entscheider von wachsender Bedeutung.

Das Fazit dieser kurzen Übersicht ist eindeutig: Content Marketing findet Einzug in nahezu alle Unternehmensbereiche und etabliert sich als wichtige Säule der gesamten Unternehmensstrategie. Folglich müssen die zuständigen Kommunikationsexperten das Thema in seinem vollen Umfang begreifen und vor allem ganzheitlich in ihre Arbeit einordnen.

 

 

Autor / Quelle: Sascha Dietze
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